23. Internationale Weinprämierung Zürich

718 Weine mit Gold und Silber ausgezeichnet – 14 Sonderpreise vergeben


Über 2200 Weine aus den bedeutendsten Anbaugebieten der Welt hatten Schweizer Produzenten, Importeure, Händler und Verteiler zur 23. Internationalen Weinprämierung Zürich 2016 (IWPZ) eingereicht. Insgesamt 718 wurden von der Fachjury ausgezeichnet, 405 Schweizer und 313 ausländische Weine. Drei Teilnehmer, ein Waadtländer und zwei Neue-Welt-Weine, verdienten sich ein Grosses Golddiplom, 236 ein Gold- und 479 ein Silberdiplom. Aufgrund ihrer hohen Qualität werden im Palmarès des Concours zudem 672 Gewächse als «andere gut bewertete Weine» aufgeführt. Die 23. Auflage des bedeutendsten Internationalen  Weinwettbewerbs in der Schweiz bestätigte einmal mehr die hohe Qualität des Sortiments, das Konsumentinnen und Konsumenten angeboten wird.


Vom 26. bis 29. Juli 2016 beurteilten rund 150 Fachleute im Technopark Zürich 2206 Weine, von diesen rund 60 Prozent rote Gewächse. Mit einem Anteil von 57 Prozent dominierten die Schweizer Weine den von der EXPOVINA veranstalteten
Concours.

Tendenzen bestätigen sich

In den zur IWPZ eingereichten Weinen spiegelt sich das Angebot auf dem Schweizer Markt, wobei die Absatzkanäle unterschiedlich repräsentativ in Erscheinung treten. Aus der Beurteilung durch die rund 150 Fach-Juroren resultiert eine Momentaufnahme, welche insgesamt gewisse Tendenzen sichtbar macht.
Bestätigt hat sich 2016 der in jüngster Vergangenheit festgestellte Trend zu «mehr Süsse». Wie der Gesamtleiter des Wettbewerbs, Ing. agr. Hans Bättig, erklärt, wurden deutlich mehr Weine mit höheren Restzuckergehalten eingereicht als in den Vorjahren. Die betreffenden Muster bewegten sich jedoch immer noch im gesetzlich festgeschriebenen Trockenbereich (bis 4 Gramm Restzucker). Nicht nur die Produktion sondern auch die sachgerechte Beurteilung derartiger «konsumenten-gerechter» Weintypen ist eine grosse Herausforderung für die wertenden Fachleute und scheidet nicht selten die Geister von Juroren.

Eine weitere, in den letzten Jahren zu beobachtende Tendenz ist die zunehmende Einreichung von zwar guten, aber nicht herausragenden Weinen. Diese Entwicklung mag einhergehen mit der dank Ausbildung und Technologie möglich gewordenen allgemeinen Steigerung der Qualität des Angebots. Offenbar wird es aber immer schwieriger, sich von der grossen Masse abzuheben. Diese Feststellung spiegelt sich auch in den Resultaten resp. in der steigenden Zahl von Silberdiplomen mit relativ hohen Punktzahlen im Bereich zwischen 86,8 und 88 Punkten.

Neue Analytik

Das Patronat mit der Union der Schweizer Önologen (USOE) verpflichtet die IWPZ dazu, zwei bis vier Prozent der eingereichten Weine bezüglich der korrekten reglementarischen De-klaration zu überprüfen. Dieser Verpflichtung ist man nachgekommen und hat eine entsprechende Anzahl von Weinen auf verschiedene Kriterien, im speziellen den Zuckergehalt, analysieren lassen. Die Technische Kommission der IWPZ ist der Überzeugung, dass damit einerseits Chancengleichheit und Fairness im Rahmen des Concours gewährt werden. Anderseits fördert es bei den Einreichern die Sensibilisierung für eine korrekte Deklaration.

Über 1250 Schweizer Weine auf dem Prüfstand

Die Schweiz stellte nicht nur das grösste Teilnehmerfeld im Wettbewerb, sondern holte sich mit 405 Diplomen auch den Hauptharst an Auszeichnungen. 61 Walliser Weine verdienten sich ein Gold- und 92 ein Silberdiplom. Die Waadt punktete nicht zuletzt mit dem Jahrgang 2015 ausserordentlich erfolgreich und holte sich 1 Mal Grosses Gold, 31 Gold- und 50 Sil-berdiplome. Insgesamt je 21 Diplome in Gold resp. Silber gingen an Weine aus Genf sowie der Region Trois Lacs.
Traditionell stark ist der Zürcher Auftritt an der IWPZ. Die Ausbeute von insgesamt 22 Auszeichnungen wurde unter den Deutschschweizern nur von den Schaffhausern übertroffen (28 Diplome). Sehr erfolgreich waren dieses Jahr mit 9 Gold- und 16 Silberdiplomen auch Winzer und Weine aus dem Tessin.

Italien und Spanien im Vormarsch – Neue Welt glänzend

Von den insgesamt rund 820 ausländischen Weinen, welche der Jury zur Beurteilung gereicht wurden, stammen über zwei Drittel aus Italien und Spanien. Wie in den vergangenen Jahrzehnten dominierten die Weine der Apenninenhalbinsel das ausländische Teilnehmerfeld. Entsprechend reich fiel die Ernte an Auszeichnungen aus.  25 italienische Weine wurden mit Gold- und 78 mit Silber belohnt. Überproportional erfolgreich punkteten die Teilnehmer von der Iberischen Halbinsel. Insgesamt 63 spanische Gewächse holten sich Auszeichnungen, 19 Diplome in Gold und 44 in Silber. Frankreich vermochte auf dem Markt die einstige starke Position noch nicht wiederzufinden, was sich an der IWPZ im zahlenmässig eher bescheidenen Auftritt und der «Ausbeute» von 7 Gold- und 29 Silberdiplomen zeigt. 
Ausserordentlich erfolgreich waren dieses Jahr die Weine aus der Neuen Welt an der IWPZ. Rund 130 Gewächse, die Hälfte davon aus Chile und Argentinien, wurden von der Jury begutachtet. Von diesen holten sich 68 Weine ein Diplom, 2 das hochkarätige Grosse Golddiplom, 24 ein Gold- und 42 ein Silberdiplom.

Sonderpreise

Im Mittelpunkt der traditionellen Diplomfeier stand Ende August die Bekanntgabe der Gewinner der Sonderpreise (detaillierte Zusammenstellung siehe Rubrik PREISVERLEIHUNG 2016). Best of-Diplome erhielten dieses Jahr am Wettbewerb teilnehmende Firmen für ihre herausragende Gesamtleistung mit Weinen einer der sechs Schweizer Anbauregionen resp. Italiens, Frankreichs, Spaniens und Portugals sowie der Neuen Welt. Der  Einreicher des Weins, der mit der höchsten Punktzahl bewertet wurde, erhielt den Preis der Jury.


Der EXPOVINA-Ausstellerpreis ging an jene drei Teilnehmer, welche an der 63. Zürcher Wein-Ausstellung vertreten sind und mit fünf ihrer eingereichten Weine eine der drei höchsten Durchschnittspunktzahlen aller an der 23. IWPZ teilnehmenden Aussteller erzielt haben. Die drei Preise sind mit einem Betrag von insgesamt CHF 9000 dotiert.


Mit dem Prix Vetropack 2016 zeichnet die Vetropack AG den trockenen Schweizer Weisswein einer Hauptsorte (Chasselas oder Müller-Thurgau) aus, der von der Jury mit der höchsten Punktzahl bewertet wurde. Der Preisträger (Les Celliers du Chablais SA, siehe sep. Kasten) kann eine Vetropack-Flasche nach seinen Wünschen in Zusammenarbeit mit dem Vetropack-Design-Team personalisieren lassen.

 

 

 

 

Zürcher Wein-Ausstellung

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